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Dies soll vorwiegend ein Reisetagebuch werden, mit den ErFAHRungen in aller Welt mit meinem W123!

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Tag 11, 09.12.08

Mann o mann, war das eine kalte Nacht. Gott sei dank hab ich mich dazu entschlossen, im Blauen zu pennen und nicht im Zelt. Selbst im Auto, ohne kalten Boden auf der Rückbank hab ich gefroren. Vielleicht war ich auch einfach nur verwöhnt vom Hotel die letzten 4 Nächte...

Aufgestanden, Kaffee gekocht, Frühstück fällt aus. Einfach zu kalt. Schnell Motor an und heizen. Vom Wetter her scheint die Prognose zu stimmen...vom Norden her (Erzurum!!!) ziehen schon Wolken her. Mist, wollte eigentlich bissel hier bleiben, is echt schön... ich fuhr dann ein Stück weiter, am See entlang. Da kam eine wunderschöne Stelle, wo ich dann beschloss, Frühstückspause direkt an der Felsküste des Vansees zu machen. Traumhaft, diese Ausblicke, diese Stille, diese Natur...und selbst im nicht-Sonnenschein Wetter sah das Wasser richtig blau aus, so stellenweise. Also stimmen die Berichte....

Allerdings kamen immer mehr Wolken und es fing sogar an, ein paar Tropfen Regen vom Himmel zu schmeissen. Das hiess...bloss weg, bevors schneit!!! So gings leider viel zu schnell von diesem wunderschönen Fleckchen Erde wieder weg, richtung Diyarbakir.

Doch was ich da erlebte...Unglaublich. Die Landschaft war zwar schön, aber nicht so schön, um den Straßenzustand aufzuwiegen. Dazu müsste nämlich eine Straße vorhanden sein, das war aber eine Piste. Und das ist eine Europastraße, sollte man dazu sagen. Die Route führte durch ein Flusstal richtung Diyarbakir. Zum kotzen, nur weil die meinen, alles auf einmal 4 spurig auszubauen, ist auf 300km keine Straße mehr da, sondern nur noch Schotterpiste. Wobei Schotter teilweise untertrieben ist. Felspiste triffts besser. Lautes Gefluche meinerseits und auch laute Stoßgebete zum Himmel zwecks der Reifen wechselten sich ab. An Fotos war nicht zu denken. Ich war vielmehr damit beschäftigt, den Daimler nicht in einer "Schlaggarage" (loch wäre untertrieben) zu versenken. Mann da ziehen sich 300km ganz schön, wenn de teilweise nur Schrittgeschwindigkeit schaffst und höchstens mal 60.

Je näher ich Diyarbakir kam, desto lauter und intensiver wurde mein Gefluche. Also echt, abartig. Nicht mal die Landschaft konnte das mittlerweile bisschen aufwiegen, auch die wurde eintönig und langweilig. Also fahren, fahren, fahren. Sanliurfa, Gaziantep. Die Straßen wurden erst nach Sanliurfa wieder besser!!

Das hiess, umplanen. Ich wollte vor Gaziantep nächtigen, oder danach, schon aufm Weg zur syrischen Grenze. Daraus wurde aber nix, denn es wurde dichter besiedelt, das Gebiet und der Untergrund war nur noch felsig und steinig. Einfach hässlich das Ganze. Ich hielt dann mal an und fand ein Hotel im Lonely mit Parkplatz mitten in Gaziantep. Na wenn der Preis von 13€ für eine Nacht Einzelzimmer nur annähernd stimmt, nehm ich das. Is bequemer.

In richtung Gaziantep wurde es zusehends mediterraner, Fahrweise, Geruch der Gegend....die Lichter...schon sehr mediterran. Leider auch das Wetter...der mediterrane Winter zeichnet sich ja durch Regenfälle aus. So wars auch hier, gleich hinter Diyarbakir hats angefangen. Noch ein Argument mehr fürs Hotel! Auf dem Lonely Plan sah es wie immer, sehr einfach aus zack, zack zack und du bist da. Nö. Ich kenn mittlerweile die ganze Millionenstadt Gaziantep!! Ewig hab ich den Dreck gesucht....unglaublich. Ist aber ein schönes Ding hier, sogar mit freiem Wlan. Kostenpunkt: 15€ die Nacht mit Frühstück. Herrlich.

So, morgen wirds spannend, die syrische Grenze wartet. Ich hoffe, Sams Behauptungen stimmen, dass das mit dem Visum kein Problem sei....
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