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Dies soll vorwiegend ein Reisetagebuch werden, mit den ErFAHRungen in aller Welt mit meinem W123!

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Tag 33, 31.12.08 Silvester

Anamur richtung Alanya... langsam kam ich voran. Gazipasa, das Fischerdörfchen, nur noch 40km bis Alanya. Das meiste ist geschafft!!! Ich erreiche Alanya. Lustiges Gefühl.... ich war hier ja arbeiten. Und nu diesen Ferienort mit dem Stern voraus zu durchqueren....

Ich fuhr im Schritttempo durch Alanya durch. Atatürk Kreisel, das ITS Büro... Erinnerungen wurden wach, was mein Kollege und Mitbewohner Sven und ich so alles erlebten in dieser Stadt; im Sommer 2006. Wirklich lustig. Ich beschloss, weiter zu fahren, in meine alte Hotelzone in Karaburun, dort irgendwo zu schlafen und dann weiterzufahren, in richtung Istanbul. Denn da hatte ich mich mit den beiden Jungs (Malte und Maj) verabredet, Silvester zu feiern. Malte plante eine große Party, also super Timing!!

Ich erreichte Karaburun und ich erkannte fast nix wieder....unglaublich, was da alles gebaut wurde. Ich fand kaum mehr das Hotel Gardenia Beach!! Wirklich unglaublich, was da in 2 Jahren passiert ist.... Habs letztendlich aber doch gefunden und mich dann schlafen gelegt.

Eigentlich wollte ich nur einige Stündchen schlafen, denn der Weg nach Istanbul ist noch lang... doch die Fahrt hat geschlaucht und somit wurde es doch halb 10 bis ich munter war. Ich fuhr dann noch zum Hotel Gardenia Beach und machte mein Foto. Gut, ist halt nicht das Burj-al-Arab aber trotzdem witzig, mit meinem Daimler vor meinem ehemaligen Haupthaus zu stehen. Danach gings sofort wieder auf die D-400 richtung Antalya. Interessante Route...mit alle den Orten (Manavgat, Side, Selik), die ich noch von 2006 her kannte. Dann kam die Abzweigung auf die D-650 nach Norden. Nun gings an die "Türkeiquerung". Isparta, Afyon, Eskisehir, Istanbul. Sieht so nah aus...aber das täuscht. Die Landschaft war atemberaubend... die Berge, Stauseen, Flüsse und ab Isparta war ich im Winter angekommen. Es lag Schnee. In dementsprechendem Zustand waren die Straßen. Durch den Winterdienst wurde der Teer aufgerauht und es waren auf der ganzen scheiss Piste die Steine lose zu finden. Das erklärt nun auch die Scheinwerfergitter der Lkw's. Denn das sind wirkliche Bomben, die einem da um die Ohren fliegen. Ab und an knallte es so gewaltig, dass ich mich wunderte, dass die Scheibe heile blieb. Was mit den Scheinwerfern war, konnte ich ja von innen nicht beurteilen... ich bemühte mich, das Risiko so gering wie möglich zu halten, immer in entsprechendem Winkel zu den Fahrzeugen zu fahren. Am besten so, dass die Kieselsteinbomben den höchsten Punkt bereits hinter sich hatten, so dass die Aufprallwucht auf den Daimler nicht mehr ganz der anfänglichen Schleudergeschwindigkeit entsprach. Kein einfaches Unterfangen...

Dann wurde es auch schon wieder dunkel und ab Eskisehir durfte ich mal wieder fluchen und zwar ordentlich. Bis zur Autobahn nach Istanbul hatte ich nur noch Baustelle. Schrecklich. Also das müssen die Türken noch lernen, wie der Straßenbau und Aufbau der Baustellen zu organisieren ist. Ich hatte es bei Diyarbakir zu spüren bekommen, teilweise zwischen Silifke und Anamur und jetzt ganz extrem. Das nervt. Schlaglöcher, undurchsichtige Verkehrsführung, dazu das beschissene Wetter, bei dem eh nix siehst....tolle Voraussetzungen. Es schepperte ab und an ganz ordentlich. Deshalb gibts wohl an jeder Ecke in der Türkei die sogenannten "Oto Lastik" Stationen, Reifenläden. Zum Flicken, neu kaufen... es hat immer mit kaputten Reifen zu tun. Erklärt so einiges...

Endlich, nach nicht enden wollender Fahrt, kam endlich die Autobahn. Noch 111km nach Istanbul. Marschgeschwindigkeit hochsetzen so auf 110-120 km/h, damit ich so um halb 10 bei den Jungs bin. Wir wollten uns an der Metrostation Osmanbey treffen. War auch kein Problem das zu finden... Besiktas, Osmanbey.... ging problemlos.

Ich rief die Jungs an und die glaubten erst nicht, dass ich tatsächlich da bin. Ein paar Minuten später kamen sie um die Ecke. Die Freude war groß, wir hatten schliesslich einiges erlebt in Syrien. Dann brachten wir den Daimler in ein Parkhaus, handelten noch einen guten Preis für 2 Tage aus, packten meine Sachen aus und stiefelten los.

Wir hatten eine wunderbare Party, es kamen schätzungsweise 50-70 Leute, international. Alles Studenten... Türken, Serben, Franzosen, Italiener, Spanier, Deutsche.... alles da. Wir haben einiges getrunken, natürlich Raki, dann auch Sangria und ne Fülle an Efes Pilsener. Tolle Leute kennenglernt und feuchtfröhlich ins neue Jahr reingerutscht....
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