Dies soll vorwiegend ein Reisetagebuch werden, mit den ErFAHRungen in aller Welt mit meinem W123!
Nun gibt’s kein Zurück mehr. Sachen im Auto verstauen und los. Bis da wieder alles so passte, wie es sollte… es fing noch an zu schneien und der Markus war natürlich mal wieder der, der mit allem zuletzt und viel zu spät fertig wurde. Immer auf den letzten Drücker, ist mir so angeboren worden. Deswegen brauchten wir dann auch nicht mehr zu hetzen, weil wir es bis 12 eh nicht mehr nach Wutöschingen schaffen würden. Ich fuhr deswegen in seelenruhe noch zur Jet Tanke um den Luftdruck zu checken bzw. hochzusetzen in den Reifen und die Scheiben nochmal zu putzen. Ich war grad fertig, fuhr von der Tanke weg und das natürlich nicht angeschnallt wegen den 50 Metern. Was fährt da vorbei? Der Grün-Weiße Trachtenverein im VW-Bus. Die sahen natürlich mein bepacktes Auto, wurden langsamer, ich legte wie so ein Obermacho im 3er BMW die Hand aufs Lenkrad und hoffte, dass die jetzt nicht sehen, dass ich ohne Gurt am öffentlichen, 50m dauernden, Verkehr teilnehmen möchte. Sie fuhren vorbei. Ich nach Hause. Ich rauchte noch eine vor der Tür, checkte nochmal die Verzurrung auf dem Träger und da kamen sie wieder an in ihrem Bus. Na jetzt bin ich ja mal gespannt.
Sie stiegen zu zweit aus, waren unerwartet freundlich und verloren kein Wort über den nicht angelegten Sicherheitsgurt. Na gott sei dank. Neugierige Fragen gabs dennoch, obs wohl auf Weltreise geht oder was. Und ob ich die Kanister voll getankt hätte. Dürfte ich ja nicht. Ist verboten. Das, meine Herren, verbietet sich allerdings von selbst. Egal, wo ich auch hinfahre, der Sprit ist billiger im Nachbarland. Schweiz, Österreich, Tschechien, Polen, Frankreich, Luxemburg… also bitte. Wer tankt denn dann noch freiwillig 100 Liter Diesel voll… Naja, egal. Ich fragte sie noch, ob die denn wüssten, wieviel Liter ich innerhalb Frankreichs mitnehmen dürfe. Wussten sie nicht. Hab ich auch nicht wirklich erwartet. Egal.
Nach dem Mittagessen gings dann endlich los. Bei Schneetreiben nach Wutöschingen. Reisekilometer (Rkm) 0, Gesamt 358 862. Uhrzeit 12:00.
Bei Rkm 1 kam der erste Stopp: Lidl. Noch Wasser fassen für unterwegs. Hätt einem auch mal früher in den Sinn kommen können, aber egal. Wir kamen in Wutöschingen an und standen erstmal vor verschlossenen Türen. Wir suchten deswegen nach einem Cafe oder so, aber nix zu finden. Dafür ernteten wir in den Kuhdörfern überall verstörte Blicke mit unserem bepackten Daimler. Dann hat der Berger aufgemacht, rein da und die Pumpe gekauft. Kurze Probe aufs Ventil, sitzt. Wunderbar, weiter jetzt. B34 nach Basel und rüber nach Mulhouse. Unterwegs fiel mir noch diverses ein. Nämlich dass ich meine Turnschuhe vergessen hatte. Egal, gibt’s ab Marokko bestimmt billig. Halb so wild… Bei Besancon fuhren wir von der Autobahn runter zum Carrefour mit billiger Tankstelle. Da wurde Diesel gefasst, einen Kanister mit 20L machte ich auch noch voll bei dem Preis von 1,04€. Mir doch wurscht, wieviel ich mitnehmen darf. Wird schon keiner merken… Dann gings weiter über Landstraße. Die Autobahnen sind so schweineteuer in Frankreich, die gilt es zu meiden. Erstens: teure Maut. Zweitens: Diesel um ca 15-20 Cent teurer als an Landstraßen. Das fällt ins Gewicht! Weiter also über Dole, Chalon s.Seine nach Montlucon. Dort suchten wir uns ein Formule1 Hotel. Soll preisgünstig sein. Wir fanden auch eins und kamen dort für 14€ pro Person unter, allerdings Dusche/WC aufm Gang. Was solls, schon spät.
Rkm 641 / 359 504