Dies soll vorwiegend ein Reisetagebuch werden, mit den ErFAHRungen in aller Welt mit meinem W123!
Um 10:30 Uhr gings weiter, nach nem schönen Kaffee an der Bar da. Wir durchfuhren dieses wunderschöne Land im bergigen Norden mit toller Landschaft nach Burgos. Dort gings dann auf die AP-1. Gebührenpflichtig für gut 85km. Mann o mann, die Spanier sind aber auch ganz schön teuer geworden. 9,80€ zahlten wir für dieses kurze Stück, stolzer Preis. Dann wieder Autovia, die sind genauso gebaut wie Autopistas, nur gebührenfrei. Sehr gut zu fahren. Valladolid kam und es wurde langsam mittag. Wir fuhren dann nicht mehr bis Salamanca, sondern nochmal raus nach Palencia, eine etwas größere Stadt. Wir fanden einen Aldi und kauften dort noch ein: Würschtel, bissel Obst und solche Sachen. Dann fuhren wir ins Zentrum rein und wir fanden auch eine Apotheke, wo Sandra sich noch eindeckte mit Zeug gegen die Schmerzen in ihren Beinen vom langen Sitzen. Ich parkte so lang mitten auf dem Gehweg. Interessiert da keinen. Herrlich. Schon ein tolles Land. Jetzt fehlten nur noch Bocadillos (belegte Baguettes). Wir fanden nichts… bis da ein Typ um die Ecke kam mit Baguettes in ner Tüte. In die Richtung fuhren wir mal und da kam auch schon ne Bäckerei. Sandra sprang schnell raus, ich fuhr um die Ecke und parkte wieder „verkehrswidrig“ auf der Bushaltestelle. Interessiert wieder keinen. Als ich da so wartete, schaute ich mir den Verkehr an, die Leute und da sah ich auf einmal, direkt auf der anderen Straßenseite, einen Computerladen. Na der wird doch so ein Ladegerät da haben. Ich wartete bis Sandra wieder kam, nicht dass sie vor einem verlassenen und verschlossenem Auto steht und hüpfte da mal eben rein mit meinem Laptop. Kommunikation: kein Problem. Ich brachte mein Anliegen vor und er sagte, er hätte so ein Universalteil da man müsste aber mal wegen der Spannung schauen, ob das funktioniert. Ich packte mein Laptop aus, der passende Stöpsel war gleich gefunden und es funktionierte. 35€. Geht ja noch… und für die eigene Blödheit, das Ding zu vergessen, eigentlich noch viel zu billig…
Ich tankte dann nochmal und es ging weiter. Kurze Mittagspause mit Essen der Bocadillos und es ging über Salamanca weiter in Richtung Sevilla. Unterwegs fiel uns auf, dass du überall in Spanien auf Ortsnamen oder sonst was triffst, was es auf den Kanaren gibt. San Telmo, Santa Catalina, San Fernando was weiß ich nicht alles. Der spanische „Torro“ war auch allgegenwärtig und wir fraßen Kilometer. Einmal überholten uns 2 Spanier im VW Bus hupend und mit Daumen nach oben. Keine Ahnung… finden wohl unsere Karre geil mit der ganzen Ausrüstung auf dem Dach oder so… und wir überholten einen LKW mit RA-Kennzeichen und der Aufschrift „Spedition Roos / Durmersheim“. Der Fahrer schmunzelte, als wir vorbei waren. Dazu muss man sagen, dass wir den irgendwo in Zentralfrankreich schon mal gesehen hatten. Das waren so die Erlebnisse auf der Autovia 66 gen Sevilla.
Was ich an der Stelle noch anführen möchte. Ich habe einen Atlas im Auto von 2006. Da drin ist noch nix von dieser Autovia drin, alles nur Landstraße, wie ich sie 2004 bei meiner Spanien/Portugal Tour gefahren bin. Und heute? Komplett durchgehend Autovia. Folglich haben die in 3 Jahren ne komplette Autobahn gebaut auf einer Länge von geschätzten 350km, wenn nicht mehr. Und zuhause wurschteln die schon seit der WM 2006 an der A8 Stuttgart-Karlsruhe rum, nur um einen komischen Fahrstreifen mehr hinzubauen. Irgendwas läuft da falsch, meine Herren.
Wir erreichten dann Merida und langsam wurde es Zeit, ne Bleibe für die Nacht zu finden. Wir fuhren ab und landeten in einem kleinen Kuhdorf. Das ausgeschilderte Hotel lag allerdings deutlich über unserem Budget, sah auch schon so teuer aus. Nur draußen oder im Auto schlafen wollten wir noch nicht, da Sandra immer noch an einer leichten Bronchitis rumdoktort und ich das auch nicht verantworten möchte, wenn das noch schlimmer wird. Aber zu teuer solls dann halt auch nicht sein. Wir fanden dann tatsächlich nur ein paar hundert Meter weiter ein Hostal für 17,50€ pro Kopf. Sehr nettes Zimmer mit Blick auf den Daimler, der steht da auch ganz gut im Schein der Laternen. Wunderbar. „Hostal Extremadura“ in Fuente de Cantos, wirklich sehr empfehlenswert. Scheint irgendwie neu renoviert zu sein. Im Bad und die Wände… das machte so den Anschein. Ich notierte mir noch die Koordinaten N 38°14.860‘ W 6°18.046‘. Im Zimmer futterten wir dann noch die Aldi Würschtel mit Senf aus der Freßkiste, dazu Brot und Salat. Mein Schatzi hat aufgetischt und mich richtig verwöhnt… Heute hatten wir echt ein gutes Stück richtung Fähre geschafft und die Bleibe hier war die Krönung.
Rkm 2116 / 360 978