Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Dies soll vorwiegend ein Reisetagebuch werden, mit den ErFAHRungen in aller Welt mit meinem W123!

Werbung

02.02. Tag 8 Essaouira und der Strafzettel

Die Nacht ging einigermaßen. Wir machten uns fertig, tranken noch en Kaffe in der Bar oben vom Hotel und machten los. Wenn möglich, wollten wir es bis Agadir schaffen. Das Wetter war immer noch sehr wolkig, nicht besonders warm. Wir scheinen eine nicht so tolle Periode erwischt zu haben.

Wir fuhren richtung Casablanca auf der Autobahn, und wenn wir schonmal da sind, können wir ja auch schnell durchfahren, durch diese durch den Film bekannte Stadt. Wir fuhren da also rein, der Verkehr war sehr stark, aber angenehm zu fahren und es bestätigte sich das, was im Därr schon drinsteht. Wenig sehenswert, ist eben die heimliche Hauptstadt Marokkos; Wirtschaftszentrum. Wir landeten in verschiedenen Vierteln von Casa, interessant war die Shoppingmeile mit Markengeschäften westlicher als der Westen selber. Natürlich ging der Kameraakku beim Reinfahren leer, somit entfällt leider das geplante Video vom marokkanischen Großstadtverkehr. Hätt ich sehr gerne gemacht.

Rauskommen aus der Stadt war schwieriger als Reinkommen. Wir irrten umher, bis uns endlich mal einfiel, dass wir ja ein GPS dabei haben. Damit lotste mich Sandra perfekt wieder aus dem Chaos raus.

Über Autobahn gings dann weiter nach El Jadida und weiter die Küste runter nach Safi. Ich wollte eigentlich die Küstenstraße fahren, aber die unsere Straße war näher an der Küste als ich erwartet hatte. Den Atlantik vor Augen fuhren wir da so lang, bis die Straße aufhörte. Als wir wendeten, tauchten wie aus dem Nichts ne Handvoll Kinder auf. Wollten wahrscheinlich Geld oder sowas, wir haben sie gekonnt ignoriert. Wir fanden dann die Straße und fuhren weiter nach Safi. Landschaftlich wurde es schon interessanter, viele kleine Dörfer mit x Geschäften überall an der Straße, jeder fährt mit seinem Esel- oder Pferdegespann irgendwohin, der ander fährt ne Ladung Holz aufm Schubkarren durch halb Marokko… schon lustig anzuschauen.

Kurz nach Safi wollte Sandra mal ein bissel fahren, das durfte sie natürlich auch. Aber nach einer Zigarettenlänge hatte sie schon genug, der große Daimler war ihr nicht ganz geheuer. Aber war mal lustig, mein Schatzi am Steuer von meinem Baby zu sehen.

Von Safi gings weiter nach Essaouira. Wir fuhren da durch so ein Kaff durch, es war 60 mein Schatzi steuert den Blauen :-) und ich dachte, ach, hört eh gleich auf, tritt schon mal drauf. Dann stand da die Polizei, winkte uns raus. Natürlich verstand ich kein Wort, als er mir versuchte zu erklären, worum es geht. Es wurde ihm zu blöd und wir durften weiter. Ich Depp hab daraus natürlich nichts gelernt. Einige Orte weiter kam ein Schild mit 60, dann 40 und irgendwie hab ich nicht aufgepasst und dachte, es wäre wieder 60. Nix da… 40er Bereich mit Polizeikontrolle. Der sprach alles… da half alles „nix verstääähn“ nix. Ich habs erst nicht eingesehen, aber er zeigte mir die Laserpistole und das 40er Schild… ok. 400 DH=40€ für nix. Gott sei dank nicht in Spanien, da könntst ruhig noch ne null dranhängen! Recht günstig. Es wurde zunehmend bergiger und wir gerieten in einen wahren Gewittersturm rein. Es blitzte, stürmte und regnete was nur ging. Vor Essaouira wurde es besser und ich war schon gespannt auf die Stadt. Meine Reiseleiterin auf dem Beifahrersitz hat was von UNESCO Weltkulturerbe vorgelesen, das machte mich schon neugierig. Vor allem machte es mich neugierig auf die Menschen da, nach den anderen Erfahrungen bisher. Na mal schauen…

EssaouiraWir beschlossen, in Essa zu bleiben und zwar nochmal im Hotel; auch aufgrund des Wetters und du nie weißt, ob der Abhang auf dem du zeltest, mit dir runter rutscht oder so. Die Erfahrung, bzw. die Angst davor kann man sich im Jordanien-Bericht zu Gemüte führen. Jedenfalls kamen wir an und noch bevor es in die Stadt reinging, war ein Polizeistützpunkt. Oha. Die lassen wohl nicht jeden rein. Unser Plan war jedenfalls, zum bewachten Parkplatz am Hafen zu fahren und da was zu suchen. Wir fuhren rein und uns wurden regelrecht irgenwelche Schlüssel von zwielichtigen Gestalten entgegen geschmissen. Unglaublich. Ist das hier dieselbe Kacke wie in Tanger?? Ich hoffe nicht. Wir erreichten dann den Parkplatz, wurden eingewiesen und der Latschi da empfahl uns dann noch billige Hotels. Hörte sich ganz gut an… mal schauen. Wir entschieden uns für eins, 3 Minuten Fußweg vom Auto weg, und nahmen das dann auch postwendend. Sehr schönes Zimmer, für 300 DH, das billigste Preis- Leistungsverhältnis bisher.

Wir suchten uns dann abends noch was zu Essen und fanden ein sehr nettes Restaurant in der Altstadt mit einem Menü für 60 DH. Günstig… überhaupt, muss ich sagen, je weiter du nach Süden kommst, umso sympathischer wird dir das Land hier. Die Menschen sind offener, ehrlicher, herzlicher, freundlicher. So wie ich das von Anfang an erwartet hatte. Auch der Latschi vom Parkplatz, der forderte keine 30 € für seine Dienste, sondern 20 DH=2€. Und der hat bestimmt mehr gemacht als der Penner in Tanger. Denn 300 DH kostet dieses Hotelzimmer nie und nimmer, mindestens das doppelte. Die Stadt gefiel uns auch ganz gut, nette alte Gassen mit regem Betrieb. Wunderschön.

Rkm 3524 / 362 386

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post