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Dies soll vorwiegend ein Reisetagebuch werden, mit den ErFAHRungen in aller Welt mit meinem W123!

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03.02. Tag 9 "Hallo" im ITS-Büro

Wir haben hier ganz gut geschlafen. Nach dem Aufstehen wollten wir erstmal einen Kaffee haben. Wir überlegten, ob wir in die Stadt reinlatschen sollten, wo wir gestern abend die ganzen Cafés gefunden hatten, aber das erledigte sich, als wir den Kopf zur Eingangstür rausstreckten. Es stürmte, wie wir es eigentlich nur von den Kanaren her kannten. Nur noch schlimmer. Dann fragten wir an der Rezeption, wie es denn mit nem Kaffee aussähe. Antwort positiv. Wir setzten uns auf die Terrasse raus, tranken Kaffee und Sandra schloss noch Freundschaft mit einer Katze, die vergeblich auf ein vermeintliches Frühstück wartete. Es gab nur Kaffee. Dann machten wir los.


Wir kamen kaum voran, der Wind war abartig. Sandra ging noch zum Geldautomaten um die Ecke, dann ab zum Daimler. Eigentlich wollte ich mir noch den Fischerhafen anschauen, aber mir wars einfach zu stürmisch. Jetzt aber los, ab in Richtung Agadir!


auf dem Weg nach AgadirUnterwegs passierte nix berauschendes, wir fraßen einfach Kilometer. Nur schnell nach Süden, damit wir endlich mal die Kosten für Übernachtungen senken können. Die Landschaft war sehr schön, es wurde bergiger. Meine Reiseleiterin zur Linken las noch was aus dem Därr vor, von irgendwelchen Ölbäumen, die da angebaut werden. Arganöl oder sowas. Konnt ich mir nicht merken. Jedenfalls stand alle 50 Meter irgendein ein Heini mit seiner Holzbude und wollte das Zeug loswerden. Vom Verkehr her war unterwegs deutlich zu spüren, dass wir in ein Massentourismusgebiet kamen. Die Camper nahmen zu, x Franzosen, Holländer und so weiter.


Kurz vor Agadir kamen wir durch ein Vorort, ein Surferort. Nur so typische Surfertypen mit ihren VW-Bussen, blonde lange Haare… Furchtbar. Dann kam Agadir. Unser Plan war, mal beim ITS Büro vorzusprechen, so als Kollegen im Urlaub, klar. Nur, wie das Büro finden? Wir werden einfach das nächstbeste Hotel nehmen, mal schauen, ob wir als Veranstalter da drin sind, dann im Infobuch schauen, Adresse abschreiben und hin. Gleich eins der ersten Hotels war beflaggt mit einer großen Jahn-Reisen-Fahne. Davor parkten wir. Dann kam ein Sicherheitsmann und fragte uns, ob wir hier zum Hotel gehörten. Ich sagte: Nein, aber (Firmenausweis zeigend) wir arbeiten für den Verein da. Dann war alles ok. Wir traten ein.


Die Infomappe und Tafel war gleich gefunden und ich schrieb die Adresse des Büros ab. Die Straße war sogar im Stadtplan aus dem Därr drin. Das müsste zu finden sein. Wir konsultierten noch die Toiletten und fuhren wieder los. Natürlich fanden wir das Büro nicht auf Anhieb, alle andern Veranstalter waren deutlich zu sehen, wir aber nicht. Ich fragte noch im TUI Büro, die sagte mir, es wäre in der Nähe des Opel-Autohauses. Na mal schauen. Wieder zurück. Dann sahen wir, etwas versetzt nach hinten, unsere Firmenfahnen. Parken.


Wir gingen rein, aber es war keiner da. Mittagspause. Gut, dann machen wir das auch. Wir ließen den Daimler da stehen und latschten die Straße wieder vor. Da war so ein Platz mit einigen Restaurants und da wollten wir fuddern. Davor kaufte ich noch schnell eine Telefonkarte. Wir mussten schließlich noch in der Schweiz anrufen, wo wir wohl im Sommer arbeiten werden. Da erreichte ich erstmal keinen. Dann aßen wir ein sehr leckeres Menü, sogar noch günstiger als in Essa und es schmeckte hervorragend. Wir versuchten nochmal in der Zentrale anzurufen, aber wieder ohne Erfolg. Dann mal zurück zum ITS Büro.


Jetzt war auch wieder jemand da. Wir traten ein, sagten hallo und wurden erstmal für Gäste gehalten. Wir klärten uns auf und dann gings los. Wo wir schon gearbeitet haben, was wir hier wollen usw. Der Chef, Wolfgang, gab uns noch ein paar Tipps über Marokko, die Westsahara und ich gab ihm noch die Adresse meiner Internetseite. Zu guter letzt vermittelte er uns sogar noch ein Hotel zum Sonderpreis über die Agentur, das schlugen wir nicht aus. Dann verabschiedeten wir uns.


Wir suchten daraufhin das Hotel, und wir fielen fast vom Glauben ab. Wir bekamen eine Suite mit 2 Schlafzimmern, riesigem Balkon, Küche… wahnsinn. Und das für 300 DH!! Wir richteten uns ein und gingen schlafen.


Insgesamt gibt es für Agadir nur ein Wort: Touristenstadt. Jeder spricht irgendeine Sprache, kennt natürlich auch jemand in deinem Heimatland, aber insgesamt ganz freundlich. Der Unterschied zum Norden ist echt gravierend.


Rkm 3781 / 362 643

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