Dies soll vorwiegend ein Reisetagebuch werden, mit den ErFAHRungen in aller Welt mit meinem W123!
Es ging wieder, wie gewohnt, mit dem ersten Sonnenlicht weiter. Ich schlaf mittlerweile sehr gut im Hotel „Zum Blauen Benz“. Tambacounda war schnell erreicht, einige Polizeikontrollen, aber nach dem Theater in Guinea kein Problem. Dann der Abzweig nach Kaolack und ich staunte nicht schlecht. Nagelneue Straße. Da konnte ich zufahren. Wenn das so bleibt, erreiche ich ohne Probleme heute noch Mbour.
Die Polizeikontrollen häuften sich, aber ich achtete penibel darauf, nicht zu schnell zu sein, der Feuerlöscher wurde auch gut sichtbar aufgestellt, angeschnallt war ich eh immer, nur auf den Pisten nicht (wegen der Sicht, ab und zu musst fast aus dem Sitz raus, um gscheit zu sehen), so kam ich bald schon in Kaolack an. Nagelneu, fertiggestellt, die Straße, von Tamba nach Kaolack. Dort noch kurz Getränke eingekauft und weiter.
Ich lachte mich tot über die sogenannten Schlaglöcher bis nach Fatick. Ich kannte ja die Strecke schon, aber die waren ja überhaupt kein Problem. Ich weiß noch, als obs gestern gewesen wäre, als ich noch mit Sandra hier langgefahren bin auf dem Weg ins Sine-Saloum-Delta. Damals empfand ich das als schlimmer.
Ich erreichte Mbour, die Tourizone. Ich wollte noch in den Supermarkt, der war aber leider geschlossen, dann werd ich halt erstmal den Marc ausfindig machen. Ich fuhr also raus aus Mbour und kam an einem Beauty-Salon vorbei. Was hat er nochmal gesagt… Batik? Beauty? Hm. Fragen kostet nix. Es war noch nicht einmal der richtige Ort, wie sich dann herausstellte. Mballing heißt das hier. Ich lernte hier den Ortschef kennen, der mir noch sein Haus zeigte und mich noch zu den Ferienresidenzen führte, die er verwalte. Ich könne doch mal mit meiner Freundin hierher kommen. Und es war tatsächlich beeindruckend. Kühlschränke, Fernseher, eine richtige Küche, Schlafzimmer… alles tip top. Das gefällt mir nicht am „schnellen Reisen“. Noch vor Kurzem war ich in Guinea, wo Strom und fließend Wasser ein Luxusgut darstellen. Und hier… Wow. Ich war richtig erschlagen von dem Unterschied. Du merkst halt sofort, dass es dem Senegal besser geht. Wie ich hörte, fällt hier der Strom halt mal für 3 Stunden aus. Das sei dramatisch. Hm. Ich bin noch das Leben ohne Strom gewöhnt… Im Nachbarland südlich bist du froh, wenn es mal für 3 Stunden Strom gibt!
Dann verabschiedete ich mich, die Begegnung war wirklich sehr nett, und ich fuhr ins nächste Örtchen, Warang. Weiter suchen. Ich fragte an der Straße, ob die einen Franzosen kennen, mit grauen, hinten etwas längeren Haaren, der hier einen Batikshop hätte. Ja, tatsächlich, ich solle es mal da vorne versuchen. Na gut. Und da war tatsächlich ein Batikshop. Da lernte ich Fabi kennen. Marc würde grade schlafen, weil er die ganze Nacht gearbeitet hätte. Ich sei herzlich willkommen und ich könne mein Zelt im Garten aufstellen. Kein Problem. Wir fuhren zum Haus um die Ecke und da sandete ich noch ein. Luft aus den Reifen lassen, etwas Geschiebe von den anderen und ich war wieder draußen. Marc und Fabi hatten grade Besuch der Eltern aus Frankreich. Die sind auch mit dem Auto runtergefahren und so hatten wir Gelegenheit uns ein bissel auszutauschen. Das war gut für mein Französisch… da bin ich mittlerweile wieder richtig gut drin. Abends wurde Marc dann auch munter und es war ein großes Hallo. Wir saßen zusammen, aßen ne Kleinigkeit und tranken Bier. Die Krönung war noch Jean-Baptiste, nur Djibell (oder so) genannt. Der war auch mit als Führer im Niokolo-Koba-Park. Der freute sich auch riesig, mich zu sehen. Ich fühlte mich hier gleich wohl und mein Nachtlager wurde auch noch umquartiert. Eine Freundin der beiden (Marc und Fabi) habe ein Haus mit einem Zimmer für mich. Nur 5 Minuten zu Fuß. Ich parkte also den Daimler um und bezog dort mein Nachtquartier. Dann gingen wir was leckeres essen.
Ich beschloss, morgen noch nicht weiterzufahren. Mir gefiel es hier einfach zu gut. Erst übermorgen weiter zur Zebrabar. Das passt schon. Dann kann ich morgen in aller Ruhe noch ins Reserve de Bandia, in das mich Djibell begleiten solle. Wir könnten den Pajero von Marc nehmen. Sei besser, vor allem um die Tiere zu sehen. Du hockst halt höher in nem Geländewagen.
Dann fiel ich, nach dem Essen, in mein riesiges Bett und schlief mal richtig aus.
Rkm 12 593 / 371 455