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Dies soll vorwiegend ein Reisetagebuch werden, mit den ErFAHRungen in aller Welt mit meinem W123!

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31.03. Tag 65 Das soll ein Sandsturm sein....

In aller Herrgottsfrüh gings wieder weiter. Es war noch nicht einmal richtig hell, da fuhr ich schon vom Hof. Tanken, das hab ich gestern nicht mehr geschafft, und dann aber ab. Die „Fiiisch“ wieder parat gelegt für die Checkpoints und raus gings in die Sahara. Wird diese Fahretappe jetzt tatsächlich mal unspektakulär? Wir werden es sehen. Bisher war immer irgendwas. Blockierte Straße in Guinea, Versicherungstheater Mauretanien Einreise und und und. Aber nun bin ich ja nicht mehr wirklich in Afrika.


Es passierte tatsächlich nichts. Die einzigen ungewöhnlichen Vorkommnisse waren der Wind, der den Sand in Massen über die Straße jagte, so dass teilweise nur noch eine gelbe Wand zu sehen war. Das zog sich sehr lange hin, war aber nicht weiter dramatisch. Ich hörte nur immer das Rieseln des Sandes an der Seite des Daimlers… hatte schon leicht was von Sandstrahlen. Dann wunderte ich mich über die eigentlich zahlreichen Checkpoints. Die waren nicht mehr zahlreich. Keine Ahnung wieso, aber ich brauchte nicht einmal die Hälfte der „Fiiischs“. Na von mir aus.


Ich genoss einfach nur die Wüste, die Einsamkeit und die Kilometer flogen so dahin, so dass schon vormittags klar wurde, dass ich locker die Ausreise Mauretanien schaffe. Den längsten Zug der Welt bekam ich wieder nicht zu Gesicht. Ich kam an den Grenzposten.


Alles problemlos, ich hatte nur die Aufgabe, die Schlepper abzuwimmeln. Wo ich hinmusste, war schnell klar, dann kamen sie an mit dem Kommentar, ich bräuchte ja einen Führer durch das abartig gefährliche Minengebiet. Und Saaaaaaand hats da, Unmengen von Sand. Ja, sagte ich, rechts und links der Piste, da hats Sand. Da fahr ich aber nicht rein, könnten ja Minen sein. Schleich dich, du Penner, such dir en anderen. Ich kam auch von hier schon nach Mauretanien rein, ich kenn den Weg. Ich wunderte mich über die nicht vorhandene Ausdauer der Typen. In Afrika brauchst deutlich länger, die los zu werden. Mir recht.


So fuhr ich ohne Probleme durchs Minenfeld, lebe heute immer noch, und kam an den marokkanischen Posten. Da staunte ich nicht schlecht. Leer. Kaum ein Mensch da. Was haben die mit dem Scanner angestellt??? Ich hatte mich schon auf die Nacht eingerichtet, das könnte hier wieder länger dauern… aber nö. Haben wohl eingesehen, dass das Kindergarten ist. So ging das alles ganz flott, lasche Fahrzeugkontrolle, Pass stempeln und ade. Ja, der Wahnsinn. Kann mir jeder sagen was er will, aber ich hatte den Eindruck bei der Ausreise damals, dass die selber ganz schön genervt waren von dem Theater. Teuren Scanner abgeschaltet. Gute Entscheidung.


So hatte ich gut noch Zeit für einen Kaffee in dem Restaurant, wo ich mit Sandra noch damals die Tagine gefuttert habe. Und der Wirt da erkannte mich sogar wieder. Er setzte sich kurz zu mir und wir quatschten. Das angebotene Haschisch lehnte ich trotzdem ab.


Autoversicherung hatte ich schon wieder keine. Aber diesmal wars an der Grenze wirklich nicht möglich. Ich erzählte den Zöllnern, dass ich irgendwo in Guinea meine Grüne Karte verloren hätte und nun nichts vorweisen könne. Das ist ja schlecht. Aber das Auto ist ja versichert. Klaaaar doch. Immer. Patt Problämm, in 80km kommt ein Versicherungsbüro. Na wenn die meinen… ich werds schon merken ob problämm oder patt probläämm. Es war patt problämm.


Westsahara - eine der zahlreichen Oued-AnfahrtenIch erreichte das Kaff da und schloss meine Versicherung ab. Wieder 10 Tage für 65 Euro. Und weiter gings in richtung Dakhla. Läuft ja wie am Schnürchen heute. Somit hab ich schon wieder den Gammeltag in der Zebrabar und sogar den bei Marc in Mbour wieder reingefahren. Sehr gut.


Der Wind wurde nicht wirklich weniger, der Sand peitschte immer noch über die Straße und ich hielt mal Ausschau nach Nachtplätzen. Ich war jetzt schon lang nicht mehr im Minengebiet und wollte irgendwo in der Wüste bleiben. Nach einigen sandigen Abschnitten kam ein Pistlein, das nach rechts abzweigte. Da fuhr ich mal lang. Da hinten stand ich wirklich ganz gut, nicht sichtbar von der Straße. Super. Nehm ich.


Das Essen war aber wegen dem Wind etwas schwieriger. Es wurde zum ersten Mal im Auto gekocht. Mit ordentlicher Hitzeentwicklung natürlich. Aber draußen war nicht möglich und ich hatte Hunger. Ich telefonierte noch mit meinem Schatzi und fiel dann schon bald ins Reich der Träume.


Rkm 13 899 / 372 762

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