Dies soll vorwiegend ein Reisetagebuch werden, mit den ErFAHRungen in aller Welt mit meinem W123!
Am nächsten Morgen, in aller Herrgottsfrüh, war ich munter und wartete auf den Direktor. Er kam mit einer halben Stunde Verspätung an. Wir fuhren in die Stadt runter zu dem Guide, der ganz überrascht war. Ich hätte grade gestern eine Touristengruppe verpasst, die er über 40 km durch den Wald gejagt habe. Na immerhin hab ich 3 Liter Wasser dabei, vom Dach, mit Micropur angereichert. Allerdings hab ich die Dosierung wohl übertrieben, das schmeckt ja zum Kotzen. Aber bevor ich verdurste…
Der Guide sagte, er käme so gegen 8 zu meinem Domizil hoch. Kann ich noch en Kaffee trinken und entspannen. Dann kam er und es ging los. Wir fuhren eine kleine Piste hoch und parkten das Auto. Weiter gings zu Fuß. Er hat auch noch einen Typen aufgestellt, der uns den Weg mit der Machete frei hauen würde. Wir stiefelten zu einem Dorf, wo nochmal gefragt wurde, wann und wo Elefanten gesichtet worden wären. Gar nicht lange her, gestern spät abends, hier in Dorfnähe. Also weiter. Wir erreichten dann den Foret und es ging los. Unberührter Dschungel, keine Pfade, nix. Wir wateten durch kleine Flussläufe und bahnten uns so den Weg. Die „Wege“, die wir benutzten, sind von den Elefanten getrampelt worden. Die Spuren waren deutlich zu sehen. Wir waren ihnen ganz nah auf den Fersen, aber irgendwie waren die wohl schneller als wir. Die Kackhaufen, einer davon stank sogar noch, waren ganz frisch. Aber es hatte keinen Sinn, so weiter zu machen. Ich hatte also Pech. Nächstes Mal: Anmelden. Ok, hätten die im Lonely ruhig mal dazuschreiben können, warum die Prozedur. Na gut, ich hatte mit den Schimpansen und den Hippos Glück… hier nun nicht, aber der Wald war auch ein ganz besonderes Erlebnis, auch wenn ich, wieder einmal, total kaputt war. Wir haben unterwegs noch frisch gezapften Palmwein gesoffen, auch der half nix. Lecker wars… Naturprodukt mit 5% Alkohol. Empfehlenswert!
So kamen wir unverrichteter Dinge wieder zurück, ich trotzdem mit einem erlebnisreichen Tag, bezahlte den Guide und fuhr zurück zur Unterkunft. Ich musste mich erst mal hinlegen und prompt schlief ich ein.
Ich wachte erst wieder auf, als es schon langsam dunkel wurde. Verflucht noch eins, dabei wollt ich noch kochen, bissel waschen und natürlich alles, wenns noch hell ist. Musste ich halt so ran… Im Eiltempo wurde alles erledigt, ich tippselte noch und haute mich wieder hin. Morgen früh wollt ich los, bis Faranah in etwa. Und ich weiß, was für ein Stück „Straße“ vor mir lag… wenns nur nicht wieder geregnet hat, inshallah.
Fotos hab ich übrigens keine gemacht im Wald, kommt nicht rüber, die Atmosphäre. Das musst du gesehen und erlebt haben, dieser undurchdringliche Dschungel mit seinen hunderten verschiedensten Geräuschen, Lianen, Farne, Palmen, Teakholzbäumen… einfach unglaublich.
Rkm 9954 / 368 816