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Dies soll vorwiegend ein Reisetagebuch werden, mit den ErFAHRungen in aller Welt mit meinem W123!

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19.03. Tag 53 Die Sache mit der Dieselleitung...

Ausgeschlafen hab ich. Endlich mal wieder. Nach der ganzen Fahrerei der letzten  Tage… hatte ich mir verdient. Erst so gegen halb elf wackelte ich zum Frühstück. Ganz schüchtern fragte ich, ob es denn überhaupt noch was gäbe. Jaja, klar, das war die Antwort. Was ich denn wolle. Ja wunderbar. Während dem Frühstück überlegte ich mir, wie ich nun weiter verfahren würde. Heute also erstmal die Hinterachse abmontieren und das Dieselleck flicken. Dann chillen… am Strand oder so. Morgen wollte ich mal nach Freetown. Das musste sein. Und nochmal chillen… Nach der dritten Nacht im Resort wollte ich dann weiter. Vielleicht noch an einen anderen Strand oder so… schau mer mal.


Nach dem Frühstück also die Arbeit. Ich machte mich ans Werk und die Hinterachse hingSierra-Leone-2047.JPG bald schon auf halb acht. In der Zwischenzeit kam noch ein Angestellter vom Resort und wollte mir unbedingt helfen. Darf er gerne. Wir waren also zu zweit und das machte die Sache einfacher. Ich lokalisierte dann die Stelle und nun musste abgedichtet werden. Ich bekams einfach nicht in den Griff. Selbst mit einem Stück Kraftstoffleitung, was ich noch in der Werkzeugkiste hatte, ging es nicht. Dann meinte der ander, er wäre Mechaniker und ich solle ihn mal ranlassen. Allah allein weiß, wie… aber er hats hinbekommen. Irgendwie mit dem Leitungsstück, jeder Menge Teflonband und Silikon… man muss sich wirklich immer wieder über diese Afrikaner wundern. Improvisation, dieses Wort stammt eindeutig vom Schwarzen Kontinent. Der Hammer…


Ich hatte in Diesel geduscht, während meiner kläglichen Versuche und das T-Shirt ist ab jetzt ein Wischlumpen. Zum Ölstand messen und so geeignet, mehr nicht. Das kriegt kein Persil der Welt mehr hin… Aber mich muss ich wieder hinkriegen. Deshalb erstmal ab unter die Dusche. Das ganze Bad war eingedieselt, dazu der Sand vom Untergrund, auf dem ich rumkroch…eieiei. Dieses rote Silikonzeug klebte mir auch noch an der kurzen Hose… eine Riesensauerei.


In der Reparaturzeit kamen noch die 5 Toubabs vorbei. Sie sind Italiener und einer von denen lebt hier in Sierra, in Makeni. Die andern sind Freunde auf Besuch. Zu dem Zweck wurde ein 4x4 gemietet und der hat vorne rechts Luft verloren. Während mein Mechaniker also die Dieselleitung bändigte, knüpfte ich noch Kontakt zu den Italienern und wir pumpten mit meinem Kompressor den Reifen wieder auf.

 

Dann machte ich nix mehr… Bierchen noch an der Bar, bissel Dösen und nix tun. Das war der komplette Resttag. Um zum Meer vor zu laufen war ich zu faul, aber morgen ist ja auch noch ein Tag.


Nach dem Abendessen klönten wir noch (die Italiener und ich) und dann haute ich mich hin. Da fiel mir so ganz beiläufig auf, dass der DVD Player einen USB-Anschluss hatte. Damit hatte ich ja nicht im Traum gerechnet. Ich hatte ja noch die Filme von Andi und Lena auf Stick! Gleich mal ausprobieren… Tatsächlich, funktionierte. Es gab Slumdog Millionar und Bierchen aus der Minibar. So lässt sichs aushalten… Ich könnt noch ewig hier bleiben, das wird dann aber teuer.


Keine Kilometer

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