Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Dies soll vorwiegend ein Reisetagebuch werden, mit den ErFAHRungen in aller Welt mit meinem W123!

Werbung

23.03. Tag 57 ab zur Piste richtung Senegal!

In der Früh startete ich wie gedacht mit der Dämmerung. Noch schnell en Kaffee und ab richtung Labe. Alles schlief noch, es war ruhig. Die Stände in den Dörfern waren verwaist. Bald schon war ich wiedermal in Mamou. Eigentlich wollte ich hier irgendwo noch Obst und/oder Gemüse herkriegen, aber erstens waren die Stände noch nicht soweit und zweitens hatte ich keine Lust, jetzt schon wieder anzuhalten. Weiter. Ab Mamou wurde auch die Dorfbevölkerung wieder angenehmer. Es scheint wirklich am Stamme der Susu zu liegen, dieses Theater mit den Checkpoints richtung Conakry und die ganze Atmosphäre an sich. Jetzt war ich ja wieder im Bereich des Fouta Djalon, wo die Fula oder auch Pheul leben. Viel angenehmer das Ganze.


In Pita, letztgrößerer Ort vor Labe, kaufte ich dann Brot ein und suchte noch nach Obst. Ich wusste noch, vom Weg gen Süden her, dass hier Frauen an der Straße hockten und Obst verkauften. Aber die waren verschwunden. Ich war wohl immer noch zu früh dran. Dann halt nicht. Ich muss weiter.


Ich erreichte Labe und die Orientierung war auch kein Problem. Nochmal kurz auf den Plan im Lonely Planet geschaut, da hatte ich schon wieder alles im Kopf. Ist recht einfach in der Stadt da. Aber… wir sind in Afrika. Die Straße zum Marktviertel, wo ich Geld tauschen wollte, war gesperrt. Bauarbeiten. Ich orientierte mich dann an der Moschee, die da oben eindrucksvoll auf dem Berg thront und nach einer Irrfahrt durch x verschiedene Straßen Labes kam ich dann auch da oben an, wo ich hinwollte. Geldwechsler war schnell gefunden. Die wedeln, gleich wenn sie einen Touristen sehen, sofort mit einem Geldbündel in der Gegend rum. Kurs war gut, kurz noch gequatscht und weiter. Obst fand ich auch hier keins, gabs sicher irgendwo, aber ich hatte auch keine Lust, noch mehr Zeit zu vertrödeln. Ich weiß, wie schwer die Nachtplatzsuche an der Piste richtung Grenze ist, deshalb wollte ich unbedingt zu dem gscheiten Platz vom letzten Mal. Und das war noch ein gutes Stück. Ich tankte nochmal voll, fragte hier noch nach einem Aufkleber, gabs aber nicht. Dann halt nicht…


Die Piste kam mir jetzt nicht mehr ganz so dramatisch vor. Ich hatte ja zwischenzeitlich auch deutlich Erfahrung gesammelt in Zentral- und Südguinea. Deshalb kam ich relativ flott voran. Auch die schwierigen Abschnitte stellten kein allzu großes Problem mehr dar. Ich hielt mal noch an, um ein gebührendes Foto von meinem blauen Schatz in einem der Löcher zu machen… Jaja, so siehts hier aus in Guinea mit den Straßen.


Gegen Abend erreichte ich dann auch schon die Fähre. Es war noch möglich, Piste nach Labe Fähre bei Kounsitel überzusetzen. Auch das ging recht flott. Man schenkte mir noch eine Orange. Ich sags ja, die Menschen hier sind von einem anderen Schlag als in Nähe der Hauptstadt…


Dann gings auf der anderen Seite weiter, dem Nachtplatz entgegen. Ganz praktisch am GPS ist die Funktion „Annäherungsalarm“. Das aktivierte ich für den Nachtplatz und bald schon piepte es. Ich war gleich da. Da sah ich auch schon den Abzweig, und ich brachte den Daimler wieder hinter dem großen Baum in Nachtstellung.


Morgen geht’s rüber in den Senegal. Bin ja mal gespannt, ob ich die Kaution in Koundara so ohne weiteres wieder bekomme… der Tag heute jedenfalls war nicht sehr nervenaufreibend. Unglaublich eigentlich. Gestern hab ich noch gesagt, dass immer irgendwas ist, wenn du unterwegs bist, heute war nix Besonders. Einfach nur tingeln durch die wunderschöne Landschaft von Nordguinea.


Rkm 11 901 / 370 764

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post